Der Informationstag zu CIMIC Quadriga 2026 in Nienburg-Langendamm macht deutlich, dass militärisch-zivile Zusammenarbeit notwendig ist.
Der Infor­ma­ti­ons­tag zu CIMIC Qua­driga 2026 in Nien­burg-Lan­gen­damm macht deut­lich, dass mili­tä­risch-zivile Zusam­men­ar­beit not­wen­dig ist.

CIMIC 2026: Ist das notwendig?

Ist das wirk­lich nötig? NATO-Übun­gen für zivil-mili­tä­ri­sche Zusam­men­ar­beit in unse­rem Land­kreis? Ich sage ja – denn die aktu­elle Sicher­heits­lage benö­tigt die Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit unse­res Lan­des. Daran geht lei­der kein Weg mehr vor­bei.
Einen Ein­druck davon, wie solch eine Zusam­men­ar­beit aus­se­hen kann, habe ich mir beim Infor­ma­ti­ons- und Besu­cher­tag auf dem Gelände der Clau­se­witz-Kaserne in Nien­burg ver­schafft. Es war der Abschluss der CIMIC Qua­driga 2026 – der größ­ten NATO-Übung die­ser Art. Rund 350 Soldat:innen und Zivil­per­so­nen aus mehr als 20 Natio­nen haben auch in unse­rem Land­kreis die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Streit­kräf­ten und Zivil­be­völ­ke­rung geprobt.

Man­che Ele­mente sol­cher Übun­gen waren mir wohl­be­kannt. Wie etwa das Plan­spiel, zu dem Minis­ter­prä­si­dent Olaf Lies sich in sen­gen­der Hitze mit Ange­hö­ri­gen der Streit­kräfte vor die Zuschauer:innen setzte. Eine ähn­li­che Rolle als loka­ler Ent­schei­der habe ich als Bür­ger­meis­ter Reh­burg-Loc­cums gele­gent­lich selbst wahr­ge­nom­men. Was geübt wird, ver­schafft für alle Sei­ten mehr Sicher­heit.

 

Mehr Sicher­heit, darum würde es mir auch als Land­rat gehen. Der Kata­stro­phen­schutz ist ori­gi­näre Auf­gabe des Land­krei­ses. Über Jahr­zehnte ist die­ser Bereich in unse­rer Gesell­schaft ver­nach­läs­sigt wor­den – in der Annahme eines ewig wäh­ren­den Frie­dens. Lei­der haben die Vor­zei­chen sich geän­dert und mit dem Angriffs­krieg Russ­lands auf die Ukraine ist uns schmerz­lich bewusst gewor­den, dass Frie­den keine Selbst­ver­ständ­lich­keit und Krieg in Europa mitt­ler­weile mehr als nur eine dif­fuse Option ist.

Dar­aus fol­gert für mich: Ja, es ist gut, dass die Bun­des­wehr auf­ge­rüs­tet wird. Es ist gut und rich­tig, dass sol­che NATO-Übun­gen statt­fin­den – und wir als Land­kreis ste­hen über­zeugt dafür ein, unse­ren Teil dazu bei­zu­tra­gen.

Es ver­steht sich von selbst, dass ich mich auch dafür ein­set­zen würde, den Kata­stro­phen­schutz wei­ter aus­zu­bauen – in der Hoff­nung, dass wir nie­mals dar­auf zurück­grei­fen müs­sen.