Bekräftigung einer deutsch-polnischen Freundschaft: In Stolzenau haben beim Schützenfest die Bürgermeister der Kommunen ihre Zusammenarbeit bekräftigt.
Bekräf­ti­gung einer deutsch-pol­ni­schen Freund­schaft: In Stol­zenau haben beim Schüt­zen­fest die Bür­ger­meis­ter der Kom­mu­nen ihre Zusam­men­ar­beit bekräf­tigt.

Stolzenau: Mehr als nur Schützenfest

Auch euro­päi­sche Werte von Frie­den und Frei­heit wol­len gepflegt wer­den! In Reh­burg-Loc­cum tun wir das u.a. mit dem Pro­jekt Cis­ter­s­capes. Eine andere Mög­lich­keit sind Part­ner­schaf­ten mit Kom­mu­nen in ande­ren Län­dern. Ein groß­ar­ti­ges Bei­spiel habe ich beim Königs­ball von Stol­zen­aus Schüt­zen­fest erle­ben dür­fen!
Ein schö­ner Som­mer­abend, ein wenig das Tanz­bein schwin­gen, nette Men­schen tref­fen – das hatte ich beim Königs­ball erwar­tet und bin nicht ent­täuscht wor­den. Aber zwei­mal habe ich doch sehr genau auf­ge­merkt.

Zuerst bei der ‚Regie­rungs­er­klä­rung‘ von Schüt­zen­kö­nig Ingo Straaß. Ambi­tio­niert – das trifft es wohl am ehes­ten, was er dem ver­sam­mel­ten Volk als seine Vor­ha­ben für die nächs­ten zwei Jahre ankün­digte. Unter ande­rem gedenkt er, einen Krei­sel an der Weser­brü­cke zu bauen. Respekt vor dem, was die­ser Regent sich vor­ge­nom­men hat!

 

Fas­zi­niert habe ich aber auch zuge­hört, als drei Män­ner die bereits 20 Jahre andau­ernde Part­ner­schaft ihrer Kom­mu­nen mit einer Urkunde bekräf­tig­ten: Auf der einen Seite Hein­rich Kruse als Bür­ger­meis­ter und Jens Beck­meyer als Gemein­de­di­rek­tor Stol­zen­aus, auf der ande­ren Jaros­law Wejer, der seit 35 Jah­ren der Vor­ste­her der pol­ni­schen Gemeinde Luzino ist.

Eine gute Part­ner­schaft, die beide Sei­ten sehr schät­zen und genie­ßen – und von der Jaros­law Wejer sagte, dass sie ihn, der im Kom­mu­nis­mus auf­wuchs, gelehrt habe, was Demo­kra­tie bedeute.

Mitt­ler­weile führt Wejer diese Koope­ra­tion mit dem drit­ten Samt­ge­mein­de­bür­ger­meis­ter Stol­zen­aus wei­ter und sehr offen­sicht­lich haben auch Beck­mey­ers Vor­gän­ger Bernd Mül­ler und Ulrich Rokahr nur gute Erin­ne­run­gen an die Jahre – sonst wäre es ihnen kaum ein Anlie­gen gewe­sen, beim Über­rei­chen der Urkunde eben­falls dabei zu sein.

So fin­det Europa im Klei­nen Stück für Stück zusam­men. Ein Weg, den ich gerne hier und in ande­ren Kom­mu­nen unter­stüt­zen würde, wenn ich Land­rat wer­den sollte.