
… was Landrät:innen tun (können)
Begegnungen dieser Art hatte ich viele an diesem Tag. In Steimbke etwa, wo mich ein Landwirt bei meinem Fußmarsch durch den Ort mit einem freundlichen „Kommen Sie mal rein!“ begrüßte und auf Kaffee und Wasser einlud. Er habe mich vorher schon gesehen und sich vorgenommen, mit mir zu reden…
Und schon saß ich mit dem Mann und seinen beiden erwachsenen Kindern diskutierend am Tisch – bis der Pieper ging und der Landwirt aus dem Haus stürzte, um als Feuerwehrmann beim Löschen eines Feldbrandes zu helfen. Ehrenamt auf dem Dorf. Wie gut, dass sich so viele engagieren!
Ein ganz konkretes Anliegen hatte seine Tochter. Sie studiere Frauenheilkunde und würde sich gerne später mit eigener Praxis in ihrer Heimatgemeinde selbständig machen. Wovor ihr allerdings graue und was sie zögern lasse: die Bürokratie, mit der sie sich vor der Verwirklichung ihres Traums vermutlich auseinandersetzen müsse. Wer oder was könne ihr dabei helfen?
Die Wirtschaftsförderung im Landkreis Nienburg ist genau für solche Fälle da und auch an anderen Stellen im Kreishaus könne ihr Unterstützung angeboten werden. Noch einfacher: Werde ich Landrat, könne sie mich anrufen und ich stelle die richtigen Kontakte her!
Zum Abschluss des Tages hatte mich Rodewalds stellvertretender Bürgermeister Stefan Göbel zu einem Gespräch mit einigen Rodewalder:innen eingeladen – kühle Getränke an schattigem Plätzchen an der Schutzhütte Alpebrücke. Ein Kennenlern-Gespräch in lockerer Atmosphäre, mit ernsten Themen und lockeren Sprüchen für den Spaß. Was wollte ich mehr von diesem Urlaubstag?