
Einer war schwer auszuhalten…
Die drei Themenblöcke „Kreisfinanzen, Gesundheitsversorgung und Bildung“ waren eindeutig überlagert von der Frage „Wo soll das Geld herkommen?“ Ich habe mich nicht in die zum Teil sehr vagen und – wie ich finde – kaum begründbaren „Lösungsansätze“ der Mitbewerber:innen eingereiht.
Der einfache Grund: Vor der Wahl nicht anders sprechen, als nach der Wahl!
Ein jährliches Haushaltsloch von 40 Mio € können wir nicht stopfen, wenn wir nur 9 Mio € für freiwillige Leistungen einzusetzen haben, während alles andere für gesetzliche Pflichtaufgaben gebraucht wird.
Und ob Musikschule, Wirtschafts‑, Tourismus- oder Demokratieförderung wirklich verzichtbar sind? Klares Statement: Nein, sind sie nicht!
Die Frage, ob nur ein Krankenhaus im Landkreis ausreichend sei, habe ich klar beantwortet: Wichtiger als der kurze Weg ins Krankenhaus, ist die vorhandene Kompetenz – was etwas mit Größe und Fallzahl zu tun hat.
Das spricht klar für nur ein leistungsfähiges Krankenhaus.
Dennoch muss der Landkreis auch in der Fläche mit ärztlichen Leistungen versorgt werden und dafür muss ein Landrat arbeiten!
Und dann war da noch der Kandidat der AfD, dessen Einwürfe aus Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, wahrheitswidrigen Behauptungen und Realitätsleugnung nur schwer bis gar nicht auszuhalten waren.
Leider gab es nur gelegentlich die Chance, die bitter nötige Widerrede zu geben.
Kein einziges kommunalpolitisches Thema adressierte er, stattdessen gab er die Rückkehr zur Kernkraft als Ziel aus und spie übelsten Rassismus in den Raum!
Ach, ein kommunal relevantes Ziel hat er dennoch kundgetan: Er wolle dafür sorgen, dass man wieder unbewaffnet durch Nienburg gehen könne.
Fazit: Das war herausfordernd und hat zugleich Freude bereitet, zu sehen, wie groß das Interesse an Lokalpolitik doch ist! Das bestärkt mich! Und gibt Kraft für den Endspurt im Wahlkampf!