
Menschen wie Frau Lau…
Und dann war ich als Kandidat on Tour unterwegs in Stolzenau, kam an dem Altenzentrum vorbei – und habe einfach mal an ihrer Tür gepocht. Die Einladung bestand ohnehin. Nur bis zu einem Termin waren wir noch nicht gekommen.
Was soll ich sagen… Es folgte eine Stunde mit einer hocherfreuten Besuchten, in der ich viel aus ihrem Leben und auch viel von ihrer Sorge um unsere politische Zukunft gehört habe.
Jahrgang 1939 ist Edit Lau. Ein Kriegskind. Ein Nachkriegskind. Eines mit vielen Erinnerungen an diese Zeit. Eines, das nie vergessen hat, was Faschismus anrichtet.
Nun hat sie Sorge, dass die falschen Kräfte wieder an die Macht kommen. Einer der Gründe, weshalb sie sich nicht mit einem Flyer zufriedengeben wollte von einem, der Landrat werden will, sondern um weitere Antworten bat.
Politisch sei sie so interessiert, sagte sie mir, dass sie am Wahlabend selbst auf die Stolzenauer Wahlparty gehen wolle. Sehen, beobachten, erleben, wer die Wahlen gewinnt und wie die Menschen reagieren.
Liebe Frau Lau, das war für mich eine weitere aufschlussreiche Lehrstunde in Sachen Demokratie! Und zugleich eine, die mir Mut macht auf dem Weg, den ich gehe.
Dass ich dann noch sehen durfte, was sie in ihrem Atelier schaffen, um das Altenzentrum schöner zu machen, und ich staunen durfte über ihre Reisen, die sie von Australien bis China in nahezu alle Welt geführt haben, hat ein I‑Tüpfelchen draufgesetzt.
Solche Menschen wie Sie – die braucht unser Landkreis!