Beweis für ausgezeichnete Jugendarbeit: Das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager 2026 in Heemsen.
Beweis für aus­ge­zeich­nete Jugend­ar­beit: Das Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­zelt­la­ger 2026 in Heem­sen.

So geht erfolgreiche Jugendarbeit!

Jugend­ar­beit aller­ers­ter Güte! Gleich drei­mal habe ich mich beim Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­zelt­la­ger in Heem­sen beein­dru­cken las­sen – zur Eröff­nung, mit­ten­drin und zum Abschluss. Kaum zu fas­sen, was unsere Feu­er­weh­ren im Land­kreis Nien­burg auf die Beine stel­len kön­nen…
Einen Sack Flöhe hüten ist garan­tiert ein­fa­cher, als 1.200 Kin­dern und Jugend­li­chen mehr als eine Woche lang eine Zelt­stadt anzu­bie­ten, sie zu ver­sor­gen, betreuen und auch noch zu errei­chen, dass diese Tage für die Teil­neh­men­den zumin­dest eines, wenn nicht DAS High­light ihrer Som­mer­fe­rien sind. Aber: Unsere Feu­er­weh­ren packen das!

Allein beim logis­ti­schen Auf­wand die­ses Zelt­la­gers kann einem schwin­de­lig wer­den. Bei der schier unglaub­li­chen Anzahl an Feu­er­wehr­leu­ten, die bereit sind, sich mehr als eine Woche frei­zu­neh­men, um für die Jugend­feu­er­weh­ren da zu sein. Und auch bei allem, was dazu und drum­herum gehört: Ange­fan­gen bei sport­li­chen und Feu­er­wehr­wett­kämp­fen bis zur Bil­dungs­ar­beit, wenn bei­spiels­weise demo­kra­ti­sche Pro­zesse mit einem Jugend­par­la­ment ange­scho­ben und Sozi­al­kom­pe­ten­zen auf die leichte Art ver­mit­telt wer­den.

Dis­zi­plin?

Herrscht im Zelt­la­ger. Die Alter­na­tive wäre ver­mut­lich das blanke Chaos. Das bedeu­tet aber kei­nes­wegs, dass kein Blöd­sinn gemacht wird. Schließ­lich waren viele der Betreu­en­den frü­her selbst Teilnehmer:innen und erin­nern sich gerne an das, was sie damals „ange­stellt“ haben.

Und wenn mal etwas nicht nach Plan läuft?

Unvor­her­ge­se­he­nes dazwi­schen kommt? Das her­aus­ra­gendste Bei­spiel dafür sind ver­mut­lich die 180 Meter Stark­strom­ka­bel, die direkt vor der Eröff­nung geklaut wur­den. Die haben unsere Feu­er­weh­ren in Null­kom­ma­nix ersetzt. Das soll ihnen erst mal jemand nach­ma­chen!

Nach­ma­chen muss man es auch erst ein­mal Mario Hotze – 20 Jahre als Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart! Die­ses Zelt­la­ger war das letzte unter sei­ner Regie. Und wir hat­ten alle feuchte Augen, als seine Töch­ter sich das Mikro­fon grif­fen und sich beim „bes­ten Papa“ bedank­ten – der sie nicht nur an die Feu­er­wehr her­an­ge­führt hat, son­dern auch immer viel Zeit für sie hatte. Danke, Mario!