Unterwegs in Stöckse: Martin Franke lässt sich von Dr. Holger Spreen zeigen, was im Dorf geschaffen wurde und welche Pläne es noch gibt.
Unter­wegs in Stöckse: Mar­tin Franke lässt sich von Dr. Hol­ger Spreen zei­gen, was im Dorf geschaf­fen wurde und wel­che Pläne es noch gibt.

Quantensprung und Co. in Stöckse

Gefühlt ein gan­zes Dorf, das an sei­ner Ent­wick­lung mit­ar­bei­tet! Das muss Stöckse erst mal jemand nach­ma­chen. Schwer beein­druckt und mit größ­tem Respekt bin ich von der Rund­fahrt zurück­ge­kom­men, zu der mein Bür­ger­meis­ter­kol­lege Dr. Hol­ger Spreen mich ein­ge­la­den hatte.

Drei Sta­tio­nen und viele Infor­ma­tio­nen für einen mög­li­chen künf­ti­gen Land­rat hatte Stöck­ses Bür­ger­meis­ter für den gemein­sa­men Nach­mit­tag auf dem Plan.

✅ Wie ist der Stand der Dinge beim Ener­gie­park Stöckse, der mit Frei­flä­chen-PV der Ener­gie­wende unter die Arme grei­fen soll?

✅ Wie geht es voran mit dem Wunsch nach einem Rad­weg an der Kreis­straße 4?

✅ Das ewige Thema des ÖPNV auf dem Land – wes­halb die Samt­ge­meinde Steim­bke und somit auch Stöckse die Hand geho­ben haben, als der Land­kreis nach Wil­li­gen für ein Pilot­pro­jekt fragte.

✅ For­mal-tech­nisch wurde es außer­dem, als wir über das Regio­nale Raum­ord­nungs­pro­gramm spra­chen.

 

Was deut­lich gewor­den ist: Stöck­ses Gemein­de­rat ist nicht bange, wenn es darum geht, Dinge anzu­pa­cken.

 

Stöck­ses Vor­zei­ge­pro­jekte

 

Hol­ger Spreen war es aber auch ein Anlie­gen, mir zu zei­gen, wie mutig viele Einwohner:innen vor­an­ge­hen:

 

✅ Das Vor­zei­ge­pro­jekt in Stöckse ist sicher­lich das Ser­vice-Cen­ter: 20 senio­ren­ge­rechte Woh­nun­gen, dem­nächst ein Tante Enso-Super­markt und dazu noch die erste Arzt­pra­xis, die es jemals in Stöckse gab. „Ein Quan­ten­sprung!“, sagte mein Gast­ge­ber – ange­packt von Men­schen aus dem Dorf, von denen etli­che die Ver­wirk­li­chung mit einer Kapi­tal­ein­lage unter­stüt­zen. Nicht für die eigene Ren­dite, son­dern um das Dorf vor­an­zu­brin­gen.

✅ Ein ehe­ma­li­ges Fuß­ball­feld, das zum Hun­de­platz umfunk­tio­niert wor­den ist: Aus dem Vor­stand des Ver­eins „Hun­de­treff am Stein“ haben uns Heiko Schwert­fe­ger und Susanne Michels (natür­lich mit tie­ri­scher Beglei­tung durch Hün­din Cora) erwar­tet. Eigen­in­itia­tive und Durch­hal­te­ver­mö­gen haben auch sie bewie­sen. Mit tol­lem Ergeb­nis: Der Platz ist begehrt und hat ein Ein­zugs­ge­biet von rund 45 Kilo­me­tern. Ein gewis­ser Knack­punkt liegt noch im umgren­zen­den Wald, den der Ver­ein in sein Kon­zept ein­be­zieht. Die tem­po­rär gefun­dene Lösung muss noch in eine dau­er­hafte über­führt wer­den. Ansätze dazu haben wir schon dis­ku­tiert.

✅ Ihre Lei­den­schaft für Pferde, spe­zi­ell für Islän­der, leben Melissa und Julian San­der auf ihrem Gestüt Hestaholt in Stöck­ses Orts­teil Wen­den aus. Auch sie woll­ten mir berich­ten und zei­gen, was sie geschaf­fen haben, inklu­sive eini­ger Hür­den, die sie neh­men muss­ten. Wie etwa den lan­gen Weg zu einer Bau­ge­neh­mi­gung. Ein Anlie­gen, das auch Hol­ger Spreen an mich her­an­trug: Dafür Sorge zu tra­gen, dass pri­va­ten Inves­to­ren gehol­fen wird, statt zu ris­kie­ren, sie durch büro­kra­ti­sche Hür­den aus­zu­brem­sen.

 

Mein Ein­druck: Sa-gen-haft, was in einem Dorf mit gerade mal gut 1.200 Einwohner:innen zustande gebracht wer­den kann! Künf­tige Zusam­men­ar­beit wäre mir eine Freude und kon­struk­tive Hin­weise für die kom­men­den Auf­ga­ben sind immer will­kom­men!


"Selbstbestimmt leben - wir helfen" ist nur ein Beispiel für für Einfallsreichtum und Engagement des Ehrenamts im Landkreis Nienburg, meint Martin Franke.
“Selbst­be­stimmt leben – wir hel­fen” ist nur ein Bei­spiel für für Ein­falls­reich­tum und Enga­ge­ment des Ehren­amts im Land­kreis Nien­burg, meint Mar­tin Franke.

Was Ehrenamt alles kann…

Ihr Ver­ein ist jung, sie sind hoch­mo­ti­viert und haben sich viel vor­ge­nom­men: Der Ver­ein „Selbst­be­stimmt leben – wir hel­fen“.
Erst vori­ges Jahr haben sie ihn gegrün­det und sind mit dem Vor­satz ange­tre­ten, Men­schen zu unter­stüt­zen, die beein­träch­tigt oder alters­be­dingt ein­ge­schränkt sind. Ein­fach so und ehren­amt­lich, weil sie Bedarf sehen.

Rund 30 Mit­glie­der hät­ten sie bereits, berich­tete Wolf Die­ter Leid­ner, den ich als eine trei­bende Kraft hin­ter dem Ver­ein iden­ti­fi­ziert habe. Alle Ent­schei­dun­gen, beteu­er­ten er und die ande­ren, die mit mir ins Gespräch kom­men woll­ten, trä­fen sie aber basis­de­mo­kra­tisch.

Bera­tung zu Pflege, Reha, Bei­hilfe und ande­ren Leis­tun­gen gehört dazu – aber auch Hilfe im All­tag, wenn es bei­spiels­weise darum geht, PC oder Handy bedie­nen zu kön­nen oder zum Arzt beglei­tet zu wer­den. All­tags­hilfe? – Die könne auch bedeu­ten, dass sie eine Glüh­birne aus­wech­sel­ten, erklärte mir die Gruppe. Oder sei die Ein­la­dung zu ihrem Repa­ra­tur­café.

Das alles braucht Power, Durch­hal­te­ver­mö­gen, viele unter­schied­li­che Kennt­nisse, Spaß an Team­ar­beit, Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit. Attri­bute, die in jedem Unter­neh­men will­kom­men sind, die aber in die­sem und in unge­zähl­ten wei­te­ren Ver­ei­nen im Land­kreis kos­ten­los geleis­tet wer­den.

Ich staune immer wie­der und sehe mich bestärkt in mei­nem Ziel, den vie­len Ehren­amt­li­chen, sollte ich Land­rat wer­den, Hilfe dort anzu­bie­ten, wo ihre Struk­tu­ren doch mal eine Lücke auf­wei­sen.

 

Dem Ver­ein „Selbst­be­stimmt leben – wir hel­fen“ wün­sche ich viel Erfolg, bedanke mich für die Ein­la­dung und resü­miere, dass im Gespräch zwei Stun­den wie im Nu ver­flo­gen sind.

Ich bin um viele Erkennt­nisse rei­cher gegan­gen – und mit einem Packen Ver­eins-Flyer. Die solle ich gerne in „mei­nem“ Rat­haus am süd­li­chen Zip­fel des Land­krei­ses aus­le­gen, gaben mir alle mit auf den Weg. Momen­tan arbei­te­ten sie zwar zwi­schen Nien­burg und Hoya. Erwei­te­run­gen auf den gan­zen Land­kreis seien aber kei­nes­wegs aus­ge­schlos­sen…

 

So errei­chen Sie den Ver­ein:

📞0162 7887 648


Auf dem Friedhof in Schweringen: Manchmal hilft einfach nur zuhören.
Auf dem Fried­hof in Schwe­rin­gen: Manch­mal hilft ein­fach nur zuhö­ren.

Unterwegs – zum Zuhören

Kön­nen Land­rä­tin­nen und Land­räte alles rich­ten? – Nein, ganz gewiss nicht. Manch­mal hilft es aber schon, ein­fach nur zuzu­hö­ren. Eine Begeg­nung wäh­rend mei­ner Tour durch die Graf­schaft Hoya hat mir das wie­der vor Augen geführt.
Es war wäh­rend einer Ver­schnauf­pause bei Kaf­fee und Bröt­chen in Hoya. Ein Mann am Nach­bar­tisch sprach mich an. Sei ich nicht Kan­di­dat für die Land­rats­wahl? Er habe da etwas, das er gerne erzäh­len wolle…

Aus Schwe­rin­gen stamme er, sei dort Mit­glied im Kir­chen­vor­stand und sorge sich sehr um den Fried­hof im Dorf, berich­tete mir der Mann. Die Rech­nung gehe ein­fach nicht mehr auf. Im Vor­stand hät­ten sie beschlos­sen, die Fried­hofs­ge­büh­ren bewusst nied­rig zu hal­ten, damit alle sich die Ruhe­stätte leis­ten kön­nen. Die Kos­ten für die Pflege lie­fen ihnen aber davon.

Ins­be­son­dere um die schöne Lin­den­al­lee, den Haupt­weg des Fried­hofs, sorge er sich. Die Bäume müss­ten auf­wän­dig gepflegt wer­den, um sie zu erhal­ten. Dafür sei kein Geld da. Ob ich irgend­wie hel­fen könne, falls ich Land­rat würde?

 

Sol­che Hilfe konnte ich ihm nicht in Aus­sicht stel­len. Der Fried­hof ist Eigen­tum der Kir­che, der Land­kreis kann nicht ein­grei­fen. Trotz­dem – unser Gespräch schien ihm etwas Mut gemacht zu haben. Viel­leicht täten sich ja noch andere Lösun­gen auf. „Danke fürs Zuhö­ren“, sagte er zum Abschied.

 

Ich habe dar­auf­hin einen Abste­cher zum Schwe­rin­ger Fried­hof gemacht. Weil ich jetzt sehen wollte, was ich erzählt bekom­men hatte. Und weil ich mir in die­sen Tagen Zeit neh­men kann, den Land­kreis noch bes­ser ken­nen­zu­ler­nen.

Einige Urlaubs­tage, die ich nutze, um zu Fuß oder mit dem Rad Dör­fer, Städte und Men­schen inten­si­ver wahr­zu­neh­men. Eys­trup, Bücken, Hoya und nun auch Schwe­rin­gen haben bereits auf mei­nem Pro­gramm gestan­den.

Womög­lich begeg­nen wir uns dem­nächst in Ihren Kom­mu­nen. Mit Zeit zum Zuhö­ren. Das würde mich freuen.


Frauenhaus Nienburg/Weser: Schutz, Beratung und Unterstützung für von Gewalt betroffene Frauen.
Frau­en­haus Nienburg/Weser: Schutz, Bera­tung und Unter­stüt­zung für von Gewalt betrof­fene Frauen.

Unverzichtbar: Frauenhaus Nienburg/Weser

Danke für die Ein­la­dung ins Frau­en­haus Nien­burg! Mir ist sehr bewusst, dass diese Ein­la­dung an einen Mann zu dem Ort, der aus­schließ­lich Frauen in Not und ihren Kin­dern vor­be­hal­ten bleibt, alles andere als selbst­ver­ständ­lich ist…
Die Ein­la­dung von Fran­ziska Hüne­cke, Geschäfts­füh­re­rin des Frau­en­hau­ses, hatte aber einen guten Grund: Wie ticken poten­ti­elle neue Land­rä­tin­nen und Land­räte? Ist von ihnen Unter­stüt­zung und Hilfe für den Ver­ein Frau­en­haus Nien­burg zu erwar­ten? Das woll­ten sie und die bei­den Vor­stän­din­nen Elena Hamann und Anke Twacht­mann-Schlich­ter auch von mir wis­sen. Schließ­lich ist der Land­kreis ein maß­geb­li­cher Part­ner und Geld­ge­ber für das Frau­en­haus.

 

Ich hoffe, dass ich im Gespräch deut­lich zum Aus­druck gebracht habe, wie wich­tig ich diese Arbeit erachte, da sie ein – lei­der – unver­zicht­ba­rer Bau­stein unse­res Zusam­men­le­bens im Land­kreis Nien­burg ist.

 

Rund 400 Frau­en­häu­ser mit etwa 7.000 Plät­zen für von Gewalt betrof­fene Frauen und deren Kin­der gibt es in Deutsch­land. Geschätzt wird, dass bis zu 12.000 Plätze benö­tigt wür­den, um den Bedarf zu decken.

Die­ses Ver­hält­nis, sag­ten mir meine Gesprächs­part­ne­rin­nen, könn­ten sie auch für Nien­burg bestä­ti­gen. Sie­ben Plätze seien vor­han­den. Nahezu dop­pelt so viele seien nötig. Nüch­terne Zah­len hin­ter denen oft­mals Schick­sale ste­hen, die wir uns kaum vor­stel­len kön­nen…

 

Ja, die Arbeit des Frau­en­hau­ses ist wich­tig. Und ja – werde ich Land­rat, so setze ich mich für des­sen Erhalt und Aus­bau ein. Aus Über­zeu­gung, dass sol­che Orte vor­han­den und gut aus­ge­stat­tet sein müs­sen.

 

Stark beein­druckt war ich im Frau­en­haus auch von dem Ein­satz der vie­len Ehren­amt­li­chen, die rund um die Uhr das Not­fall­te­le­fon beset­zen, so dass Frauen rund um die Uhr Bera­tung, Unter­stüt­zung und Schutz bekom­men kön­nen:

📞 05021 2424

🔗 www.frauenhaus-nienburg.de


Das “Handwerk” der Kandidatur

Lei­ter, Kabel­bin­der, Tacker – ein Blick in mei­nen Kof­fer­raum lässt momen­tan ver­mu­ten, dass ich auf Mon­tage bin.
Bis zu den Kom­mu­nal­wah­len vom 13. Sep­tem­ber sind es noch rund sie­ben Wochen. Und zu einem Wahl­kampf gehört es nun ein­mal, dass die Gesich­ter der Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten auch von Later­nen­pfäh­len herab lächeln…

Nach und nach wer­den Sie mir, bezie­hungs­weise mei­nem Kon­ter­fei also immer häu­fi­ger in Ihren Dör­fern, Städ­ten und Gemein­den begeg­nen.

Den gesam­ten Land­kreis kann ich selbst­ver­ständ­lich nicht allein bedie­nen – wes­we­gen ich froh und glück­lich bin, dass viele Freun­din­nen und Freunde aus den Orts­ver­ei­nen der SPD im Land­kreis Nien­burg mir einen guten Teil der Arbeit abneh­men.

Groß­ar­tige Unter­stüt­zung! Ich danke euch allen sehr – erst recht, seit ich weiß, wie viel Mühe es an man­chen Mas­ten macht, solch ein Pla­kat auf­zu­hän­gen.


Team "Kandidat on Tour" beim Elfmeterschießen vom TuS Steyerberg.
Team “Kan­di­dat on Tour” beim Elf­me­ter­schie­ßen vom TuS Stey­er­berg.

Kandidat on Tour – beim TuS Steyerberg

Schuss und – der Rest ist Schwei­gen… Das galt zumin­dest für mich beim Elf­me­ter­schie­ßen der Sport­wer­be­wo­che des TuS Stey­er­berg. Alle ande­ren aus unse­rer Mann­schaft haben aber aus­ge­zeich­net per­for­med! Also Lars, Ste­fan, Uwe und Andreas, der kurz­fris­tig für Timo ein­ge­sprun­gen ist.
Danke, Jungs! Und schnelle Hei­lung für Bot­schek (Ste­fan) und Usche (Uwe), die sich auf dem Platz leichte Bles­su­ren zuge­zo­gen haben.

 

Gestar­tet sind wir als Team „Kan­di­dat on Tour“. Und als jenes, das den wei­tes­ten Weg zum Spiel­feld hatte: Aus Reh­burg-Loc­cum bis in euren Fle­cken. Ich muss schon sagen: Stey­er­berg und umzu hat’s drauf vom Elf­me­ter­punkt!

Aber immer­hin: Zwei Siege und ein Unent­schie­den in der Grup­pen­phase – das ließ sich sehen für uns Fuß­ball­rent­ner. Übers Ach­tel­fi­nale sind wir aller­dings nicht hin­aus­ge­kom­men.

Zu unse­rer Ehren­ret­tung: Unsere Geg­ner waren die Jungs des A. Schmidt KG Bau­un­ter­neh­mens, das den Sieg unter allen 31 Mann­schaf­ten davon­ge­tra­gen hat.

Mar­cus Meyer, mein Amts­kol­lege im Fle­cken Stey­er­berg, hatte es mit sei­nem „Team Amts­haus“ bes­ser drauf, die haben es bis ins Halb­fi­nale geschafft!

Alles in allem: Ein tol­ler Abend, der uns bis Mit­ter­nacht blei­ben ließ. Wegen des Fuß­balls. Unse­rer alten Kame­rad­schaft. Und neuer Bekannt­schaf­ten.

Das hat uns rich­tig Spaß gemacht! Dank an den TuS Stey­er­berg für die pro­fes­sio­nelle Aus­rich­tung, fai­res Mit­ein­an­der, gute Stim­mung. Davon könnte sich die FIFA glatt einige Schei­ben abschnei­den…


Beweis für ausgezeichnete Jugendarbeit: Das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager 2026 in Heemsen.
Beweis für aus­ge­zeich­nete Jugend­ar­beit: Das Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­zelt­la­ger 2026 in Heem­sen.

So geht erfolgreiche Jugendarbeit!

Jugend­ar­beit aller­ers­ter Güte! Gleich drei­mal habe ich mich beim Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­zelt­la­ger in Heem­sen beein­dru­cken las­sen – zur Eröff­nung, mit­ten­drin und zum Abschluss. Kaum zu fas­sen, was unsere Feu­er­weh­ren im Land­kreis Nien­burg auf die Beine stel­len kön­nen…
Einen Sack Flöhe hüten ist garan­tiert ein­fa­cher, als 1.200 Kin­dern und Jugend­li­chen mehr als eine Woche lang eine Zelt­stadt anzu­bie­ten, sie zu ver­sor­gen, betreuen und auch noch zu errei­chen, dass diese Tage für die Teil­neh­men­den zumin­dest eines, wenn nicht DAS High­light ihrer Som­mer­fe­rien sind. Aber: Unsere Feu­er­weh­ren packen das!

Allein beim logis­ti­schen Auf­wand die­ses Zelt­la­gers kann einem schwin­de­lig wer­den. Bei der schier unglaub­li­chen Anzahl an Feu­er­wehr­leu­ten, die bereit sind, sich mehr als eine Woche frei­zu­neh­men, um für die Jugend­feu­er­weh­ren da zu sein. Und auch bei allem, was dazu und drum­herum gehört: Ange­fan­gen bei sport­li­chen und Feu­er­wehr­wett­kämp­fen bis zur Bil­dungs­ar­beit, wenn bei­spiels­weise demo­kra­ti­sche Pro­zesse mit einem Jugend­par­la­ment ange­scho­ben und Sozi­al­kom­pe­ten­zen auf die leichte Art ver­mit­telt wer­den.

Dis­zi­plin?

Herrscht im Zelt­la­ger. Die Alter­na­tive wäre ver­mut­lich das blanke Chaos. Das bedeu­tet aber kei­nes­wegs, dass kein Blöd­sinn gemacht wird. Schließ­lich waren viele der Betreu­en­den frü­her selbst Teilnehmer:innen und erin­nern sich gerne an das, was sie damals „ange­stellt“ haben.

Und wenn mal etwas nicht nach Plan läuft?

Unvor­her­ge­se­he­nes dazwi­schen kommt? Das her­aus­ra­gendste Bei­spiel dafür sind ver­mut­lich die 180 Meter Stark­strom­ka­bel, die direkt vor der Eröff­nung geklaut wur­den. Die haben unsere Feu­er­weh­ren in Null­kom­ma­nix ersetzt. Das soll ihnen erst mal jemand nach­ma­chen!

Nach­ma­chen muss man es auch erst ein­mal Mario Hotze – 20 Jahre als Kreis­ju­gend­feu­er­wehr­wart! Die­ses Zelt­la­ger war das letzte unter sei­ner Regie. Und wir hat­ten alle feuchte Augen, als seine Töch­ter sich das Mikro­fon grif­fen und sich beim „bes­ten Papa“ bedank­ten – der sie nicht nur an die Feu­er­wehr her­an­ge­führt hat, son­dern auch immer viel Zeit für sie hatte. Danke, Mario!


Der Bürger-Radweg Steyerberg-Liebenau ist für Martin Franke eine Sache, die auch er gerne unterstützt.
Der Bür­ger-Rad­weg Stey­er­berg-Lie­be­nau ist für Mar­tin Franke eine Sache, die auch er gerne unter­stützt.

Bürgerradweg – da gehe (fahre) ich mit!

Da gehe ich nichts­ah­nend zum Schüt­zen­fest – und komme mit einer Ver­eins­mit­glied­schaft zurück.

Lie­be­nau hat gefei­ert. Schöne Sache, anre­gende Gesprä­che beim Königs­früh­stück – und dann war dort die­ser Stand des Ver­eins „Bür­ger-Rad­weg Stey­er­berg – Lie­be­nau“. Etwas, das ich mir genauer erklä­ren ließ.

Wie schaf­fen wir es, einen siche­ren Rad­weg ent­lang der Lan­des­straße 350 von Stey­er­bergs Orts­teil Resse nach Lie­be­nau in der Samt­ge­meinde Weser-Aue zu bekom­men? Diese Frage hat Bürger:innen, Ver­wal­tun­gen und Poli­tik bei­der Kom­mu­nen schon lange umge­trie­ben. 2,3 Kilo­me­ter, die für mehr Sicher­heit sor­gen und die Kom­mu­nen enger anein­an­der bin­den sol­len…

Der dring­li­che Wunsch bestand. Beim Land Nie­der­sach­sen lau­fen aber viele sol­cher Begehr­lich­kei­ten auf. Die War­te­zei­ten vom Wunsch bis zur Wirk­lich­keit kön­nen sich auch schon mal in Jahr­zehn­ten abspie­len.

Doch solch ein Pro­zess lässt sich mit Bürger:innen-Engagement beschleu­ni­gen. Genau das haben Men­schen aus den bei­den Kom­mu­nen in inter­kom­mu­na­ler Zusam­men­ar­beit getan!

 

Was ist das Kon­zept der Bür­ger­rad­wege?

✅ Eigen­in­itia­tive vor Ort: Ver­eine, Initia­ti­ven oder Kom­mu­nen enga­gie­ren sich, indem sie die Pla­nung und den Grund­er­werb über­neh­men.

✅ Das Land Nie­der­sach­sen unter­stützt sol­che Pro­jekte. Leis­ten Kom­mu­nen Pla­nung und Grunde­rerb, baut das Land den Rad­weg und über­nimmt die Bau­last.

✅ Wei­sen die Kom­mu­nen nach, dass sich viele Men­schen für das Vor­ha­ben enga­gie­ren, wird der Bau der Rad­wege vom Land bevor­zugt behan­delt.

 

Kurz gefasst heißt das: Wenn die Müh­len des Staa­tes zu lang­sam mah­len, kön­nen wir ihnen einen sanf­ten Tritt ver­pas­sen – und damit etwas bewir­ken!

Der Rad­weg von Resse nach Lie­be­nau ist mitt­ler­weile vom Land als Bür­ger­rad­weg aner­kannt, das Enga­ge­ment inklu­sive Ver­eins­grün­dung wahr­ge­nom­men und gewür­digt wor­den!

Eine tolle Initia­tive, bei der zwei Kom­mu­nen und viele Bürger:innen sich nicht scheuen, die Ärmel hoch­zu­krem­peln! Gemein­sam lässt sich etwas errei­chen!

Ich habe nicht lange gefa­ckelt, bin Mit­glied gewor­den und freue mich dar­auf, irgend­wann auf den 2,3 Kilo­me­tern fah­ren zu kön­nen!

Wer die Initia­tive eben­falls unter­stüt­zen möchte, fin­det mehr Infos auf der Home­page http://www.buerger-radwegsteyerberg-liebenau.de/.


Mobilitätskonzepte fürs Land: das Forschungsprojekt NeMo.bil bietet interessante Ansätze.
Mobi­li­täts­kon­zepte fürs Land: das For­schungs­pro­jekt NeMo.bil bie­tet inter­es­sante Ansätze.

Mobilitätskonzept fürs Land?

Mehr Mobi­li­tät für uns Men­schen auf dem Land – ohne eige­nes Auto. Das ist ein Thema, dem ich mich schon län­ger ver­schrie­ben habe, und das ich vor­an­trei­ben will, wenn ich Land­rat werde. Wie wäre es mit auto­nom fah­ren­den Fahr­zeu­gen?
Ihr seht mich hier auf dem Test­ge­lände der Uni Pader­born bei der Abschluss­ver­an­stal­tung des Pro­jekts NeMo.bil – und es geht um nicht weni­ger, als die Mobi­li­tät auf dem Land zu revo­lu­tio­nie­ren.

Viel­leicht arg hoch gegrif­fen, aber es muss ja was pas­sie­ren, warum also nicht mutig sein?

Zwei starke Inno­va­tio­nen habe ich gese­hen:

Zum einen ein hand­li­ches Cab für bis zu vier Per­so­nen, das on demand bei uns durch den Land­kreis düsen könnte, um Men­schen von A nach B zu brin­gen – maxi­mal fle­xi­bel!

Das zweite Modell ist erheb­lich grö­ßer und bie­tet bis zu 15 Per­so­nen Platz. Denke ich an „meine“ Kom­mune Reh­burg-Loc­cum, so fällt mir sofort die Evan­ge­li­sche Aka­de­mie Loc­cum als poten­ti­el­ler Nut­zer ein. Deren Gäste rei­sen oft per Bahn an, aber die “letzte Meile” vom/zum Bahn­hof ist seit jeher eine Her­aus­for­de­rung. Um nur ein Bei­spiel für den sinn­haf­ten Ein­satz sol­cher Busse zu nen­nen, wei­tere gibt’s im Land­kreis zuhauf. ÖPNV in der Flä­che, der eine echte Alter­na­tive zum Auto wäre!

Ich war in bei­den Fahr­zeu­gen als Pas­sa­gier unter­wegs. Das war erst gewöh­nungs­be­dürf­tig – auch wenn auf der Test­stre­cke noch ein „Auf­pas­ser für alle Fälle“ dabei sein musste.

Die Fahr­ten haben aber auch das Gefühl “da geht was!” geweckt! Ich stehe mit NeMo.bil schon län­ger im Kon­takt und ver­folge das Pro­jekt. Jetzt wurde aus der Vision eine Per­spek­tive!

Und hat nicht jemand mal gesagt: “Die­ses Inter­net wird sich nie durch­set­zen?”

Mutig sein und sich mit Augen­maß etwas trauen – so sehe ich das!

Ich habe mich jeden­falls mit bei­den Unter­neh­men ver­ab­re­det, um kon­kre­ter zu wer­den, denn: Zukunft pas­siert nicht ein­fach so, man kann sie gestal­ten!


Scheibenschießen in Nienburg 2026
Schei­ben­schie­ßen in Nien­burg 2026

Hat der nichts Besseres zu tun?

Nicht Schüt­zen­fest, son­dern Schei­ben­schie­ßen! Die­ses Fett­näpf­chen habe ich erfolg­reich umschifft – und hoffe, dass ich mich bei mei­nem ers­ten Besuch in der Gäs­te­kor­po­ral­schaft Nien­burgs auch ansons­ten gebüh­rend benom­men habe.
Es ist mir aber leicht gemacht wor­den bei Gast­ge­ber Frank Brüm­mer: herz­li­che Auf­nahme, tolle Stim­mung, sanfte Ein­füh­rung in alle Gepflo­gen­hei­ten. Vie­len Dank! Mein Bür­ger­meis­ter­kol­lege Jan Wen­dorf hat es sich zudem nicht neh­men las­sen, seine Pri­vat­scha­tulle zu öff­nen und die Bewir­tung der Gäste kräf­tig zu unter­stüt­zen.

Etwas Stau­nen sei mir zuge­stan­den über die rei­chen Tra­di­tio­nen, die in unse­rer Kreis­stadt bei die­sem Fest gepflegt wer­den. Die blaue Garde, Dat wäh­lige Rott, mit Anzug und Zylin­der durch die Innen­stadt mar­schie­ren. Das hat schon was!

 

Aber, fra­gen Sie sich womög­lich, wes­halb spa­ziert der von einem Schüt­zen­fest bezie­hungs­weise Schei­ben­schie­ßen zum ande­ren? Hat er nichts Bes­se­res zu tun?

Gehen Sie ein­mal in sich und erin­nern sich daran, mit wel­chen Erkennt­nis­sen und wel­chem Wis­sen Sie von sol­chen Fes­ten zurück­kom­men. Wo sonst wird über so viele unter­schied­li­che The­men gere­det? Wo wird so gerade her­aus die eigene Mei­nung kund­ge­tan – oder eine Mei­nung erst ent­wi­ckelt? Und wo kommt man ein­fach so mit guten Bekann­ten ebenso ins Gespräch wie mit völ­lig Frem­den?

Also nutze ich diese Chan­cen gerne: um Men­schen ken­nen­zu­ler­nen, mir von ihnen erzäh­len zu las­sen, wo sie der Schuh drückt, und zu hören, wor­auf sie Wert legen. Auf Tra­di­tio­nen wie das Schei­ben­schie­ßen bei­spiels­weise!

 

Also nein: Ich habe an sol­chen Tagen nichts Bes­se­res zu tun. Weil die­ser Aus­tausch wich­tig ist. Für alle. Und ganz beson­ders für die­je­ni­gen, die dafür zustän­dig sind, dass der Laden in der Kom­mune oder im Land­kreis läuft. Ob als Kommunalpolitiker:innen oder als Haupverwaltungsbeamt:innen.

Wes­halb Sie sich sicher sein kön­nen: Falls ich 2027 Ihr Land­rat bin, wer­den Sie mich beim Schei­ben­schie­ßen (und so man­chem Schüt­zen­fest) sehen – damit ich von Ihnen erfahre, was im Kreis­haus womög­lich nicht ange­kom­men ist.